Donnerstag, 13. Dezember 2012

Nachtrag zu Frisuren

Die leicht verwilderte Haarpracht mit Mittelscheitel erfreut sich kurioserweise auch bei Fans des Gentleman-Looks noch großer Beliebtheit (Zeichnung: Bernhard Roetzel)

Die Buchpräsentation und Shop-in-Shop-Einweihung am 11. Dezember 2012 bei Chelsea Farmer's Club in Berlin gab reichlich Gelegenheit zu Studien in Sachen Kleidung und Frisuren. Das Publikum war gemischt, Vernissagengänger, CFC-Kundschaft in bunten Kordhosen, Kulturbeflissene in Schwarz und einige Hipster.

Bei den Vertretern des Gentleman-Looks fiel mir auf, dass sich eine Frisur, die dem Vokuhila-Schnitt nicht unähnlich ist, nach wie vor einer gewissen Beliebtheit erfreut. Oftmals bei Herren mit leicht ergrauter aber dennoch üppiger Haarpracht. Wobei sie auch beim blonden oder leicht rötlichen Haartyp anzutreffen ist. Auf internationaler Ebene sieht man diese Frisur auch oft, z. B. in Italien bei Luca di Montezemolo. Der geföhnte Stufenschnitt also bereits ein Klassiker?

11 Kommentare:

Anonymous Anonym meinte...

Ich kann nur aus tiefstem Herzen rufen: Nein!
Ein ordentlicher Haarschnitt hat eine vernünftige (klare) Form. Das kann man von dieser Föhnmatte nicht behaupten. Solche Reminiszensen an die 70er und 80er Jahre sind mMn in erster Linie der Bequemlichkeit oder dem Desinteresse ihrer jeweiligen Träger geschuldet. (Frisur als junger Mann -getragen ein Leben lang.) Nur weil die Möppe die letzten Jahrzente irgendwie überstanden haben, haben sie noch lange kein Recht sich in die Reihe der Klassiker einzugliedern.

13. Dezember 2012 um 04:38  
Blogger Bernhard Roetzel meinte...

Sie haben es sehr zutreffend gesagt: Frisur als junger Mann - getragen ein Leben lang. Allerdings kenne ich durchaus sehr stilvolle Herren, die diesen Look pflegen. Für mich ein Phänomen.

13. Dezember 2012 um 04:41  
Blogger Countess Claire meinte...

Diesen Look finde ich bei jungen Männern nicht sehr ansprechend, hingegen bei älteren, schon angegrauten Herren mit voller Haarpracht, wie z.B. Peter Simonischek oder Michael Jeannée, durchaus stilvoll.

13. Dezember 2012 um 06:53  
Blogger Bernhard Roetzel meinte...

Zwei sehr gute Beispiele, vielen Dank!

13. Dezember 2012 um 07:07  
Anonymous Anonym meinte...

Simonischek würde mit ordentlich getrimmten Nacken ebenso gut aussehen. Nur gepflegter.

13. Dezember 2012 um 07:24  
Blogger Bernhard Roetzel meinte...

Bei der Mode dauert es ca. 20 Jahre, bis etwas zu den Klassikern zählt. Bestes Beispiel Husky-Jacke. Und Frisuren können sich natürlich auch zu Standards mausern. Wobei ich persönlich den Fasson-Schnitt bevorzuge. Mein Thema war allerdings auch nur, dass ich die Beliebtheit der beschriebenen Frisur mit Verwunderung feststelle.

13. Dezember 2012 um 07:27  
Blogger tim tom meinte...

Lieber Herr Roetzel,

da Sie diesen Begriff hier verwenden:
Wie wäre es mit einer Zeichung des gemeinen "Hipsters" ?
Ein Wort in aller Munde, jedoch, so meine ich, kaum jemand kann die Definition dazu liefern.

14. Dezember 2012 um 00:29  
Anonymous Anonym meinte...

Ein Blick ueber den deutschen Tellerrand nach England oder Paris wäre bei der abschliessenden Beurteilung hilfreich ...

2. Januar 2013 um 15:02  
Blogger styrianstyleagent meinte...

Michael Jeannee und Stil ?
Grundgütiger...:-o

3. Januar 2013 um 14:35  
Anonymous gutscheine zum ausdrucken meinte...

sehr guter Beitrag

28. März 2013 um 06:26  
Anonymous Anonym meinte...

Auch wenn diese Frisur ein Klassiker ist, nein danke ... ich finde diese geht gar nicht

Gruß
Marc von Friseur Haidhausen

7. Oktober 2014 um 22:49  

Kommentar veröffentlichen

Abonnieren Kommentare zum Post [Atom]

<< Startseite