Montag, 10. Dezember 2012

Über lang oder kurz

Klassisch gepflegt: Der Fassonschnitt (Zeichnung: Bernhard Roetzel)

Locken hinter den Ohren: Der Sylt-Look (Zeichung: Bernhard Roetzel)

Es gibt meines Erachtens für den Gentleman nur zwei Arten, das Haar zu tragen. Streng zurückgekämmt oder seitlich gescheitelt. In jedem Fall sollte aber die Stirn frei liegen. Über die Länge des Haars im Nacken gibt es zwei verschiedene Auffassungen. Entweder kurz als Fassonschnitt oder aber etwas länger, bei entsprechender Haarstruktur auch gelockt.

Der Fassonschnitt wirkt klassischer, kann aber auch ein wenig zu sehr nach "Retro" aussehen. Das mag gewollt sein und passend, sollte aber bedacht werden. Das längere Nackenhaar wirkt manchmal jünger, jedoch nur bei insgesamt vollem Haar. Wer seine Geheimratsecken durch mehr Fülle am Hinterkopf ausgleichen will, erreicht das Gegenteil. Die Stirn wirkt durch die hinter den Ohren hervorsehenden Locken noch höher. Außerdem gerät der Look mit dem langen Haar im Nacken schnell zur Karikatur des in der Sansibar sitzenden Schnösels.

3 Kommentare:

Anonymous Anonym meinte...

Roetzel zeichnend. Der Knallcharge der neureichen Bürgerlichkeit fehlt offensichtlich die endlich eine passende Begrifflichkeit...

10. Dezember 2012 um 04:33  
Anonymous Anonym meinte...

Und was macht der Gentleman mit wenig Haaren - Kurzhaarschnitt oder nie wieder Gentleman?

13. Dezember 2012 um 07:08  
Blogger Bernhard Roetzel meinte...

Wenn das Haar dünn wird, raten Friseure und Freundin oftmals zum Abschneiden. Diese Meinung teile ich aus verschiedenen Gründen nicht, z. B. dem, dass auch die ausgedünnte Erscheinungsform einer Frisur noch den Zweck erfüllt, das Gesicht unverwechselbar zu machen. Siehe Prince Charles. Aber natürlich kann man auch mit kahlem oder kurzgeschorenen Kopf ein Gentleman sein.

17. Dezember 2012 um 07:04  

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