Montag, 13. Februar 2012

Sakko und Hose: Der kombinierte Anzug

Der kombinierte Anzug ist der Casuallook des Gentleman (Foto: Belvet)

Eine Leserin fragte mich heute per E-Mail, zu welchen Anlässen der kombinierte Anzug getragen werden kann. Da diese Frage häufiger gestellt wird, mache ich meine Gedanken zu diesem Thema öffentlich.


Der kombinierte Anzug aus Sakko oder Blazer plus einer Hose aus kontrastierenden Stoff ist grundsätzlich als leger zu betrachten. Er ersetzt also nicht den Anzug, wenn der Anzug die richtige Wahl wäre, z. B. im Büro oder beim Theater- oder Opernbesuch.


Der kombinierte Anzug passt bei allen Anlässen und Gelegenheiten, bei denen der "normale" Mann Freizeitkleidung trägt, also im Alltag außerhalb des Büros. Ein Herr ist mit Sakko und Hose nicht "overdressed", die anderen sind "underdressed".


Zu dem kombinierten Anzug gehören nach meinem Geschmack auch Oberhemd und Krawatte. Das sehen viele Leute anders. Sie tragen zur Kombination ein offenes Hemd mit oder ohne Pullover, ein Polohemd, einen Rollkragenpullover oder ein Oberhemd mit einem Schal.


Der kombinierte Anzug passt bei allen privaten Einladungen ohne Dresscodeangabe (zu Deutsch Bekleidungsvorschrift) sowie bei kulturellen und kommerziellen Veranstaltungen am Tage oder am Wochenende, z. B. Vernissagen, Lesungen, Kunstauktionen oder Weinproben.

4 Kommentare:

Anonymous Alexander meinte...

Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht, finde aber, dass der Kombination graue Flannelhose & Navyblazer (mit Oberhemd/Krawatte) ein Sonderstatus zusteht, die Kombination ist m.E. nach "förmlicher" als manch ein Anzug.

13. Februar 2012 um 05:13  
Blogger Bernhard Roetzel meinte...

Blazer und graue Flanellhosen ergeben in der Tat sehr förmliche Kombination, die fast an den Pomp einer Uniform erinnert. Dennoch ist der Anzug auf dem Papier, auf dem die Bekleidungsregeln geschrieben stehen, die förmlichere Variante.

13. Februar 2012 um 06:20  
Anonymous Gentleman's Gazette meinte...

Als weitere Ausnahme kann man hier noch den Stresemann Anzugerwähnen.

13. Februar 2012 um 12:23  
Blogger Bernhard Roetzel meinte...

Der wäre sogar ein Thema für sich. Danke für den Hinweis.

13. Februar 2012 um 22:03  

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